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Microsoft versorgt die ersten Windows-10-PCs ab sofort mit Version 1511 des neuen Betriebssystems. Diese zweite Ausgabe von Windows 10 trägt die Build-Nummer 10586 und wurde unter dem Namen Threshold 2 (kurz TH2) entwickelt.

Mit Version 1511 bekommt Windows 10 das erste Mal ein Funktions-Upgrade – eine der zentralen Eigenschaften des neuen Systems. Solche Upgrades sollen künftig alle paar Monate erscheinen. Das Vorgehen erinnert ein wenig an Smartphone-Systeme wie Android und iOS: Das Gerät bleibt nicht auf der Betriebssystem-Version zum Kaufzeitpunkt stehen, sondern erfährt regelmässige Upgrades, die neue Funktionen hinzufügen.

Beschaffungswege

Microsoft bietet ein neues Media Creation Tool zum Download an: Es prüft nun, auf welchem System es läuft und macht einen Vorschlag für die zu Sprache, Edition und Architektur passende Variante. Ausserdem sind nun keine unterschiedlichen ISO-Dateien mehr für die Home- und die Pro-Edition nötig. MSDN-Abonnenten steht Windows 10 Version 1511 ebenfalls schon zur Verfügung. Wer bereits Windows 10 verwendet, bekommt die neue Version automatisch via Windows Update.

Kleinere Änderungen

Privatanwender werden keine spektakulären Neuerungen sehen, dafür aber diverse Details, die Microsoft verbessert beziehungsweise überhaupt erst eingebaut hat. Sind beispielweise zwei Fenster auf die linke und die rechte Bildschirmhälfte angedockt, lässt sich die Breite für beide zusammen ändern. Lässt man in der „Personalisierung“ die Akzentfarbe auch auf Taskleiste, Startmenü und Co. erscheinen, werden nun auch die Titelleisten etlicher Fenster passend eingefärbt.

Lizenzschlüssel auch von Windows 7, 8 und 8.1

Es wird einfacher, das Gratis-Upgrade-Angebot wahrzunehmen: Windows 10 Version 1511 akzeptiert auch Lizenzschlüssel von Windows 7, 8 und 8.1. Eine einmalige Upgrade-Installation aus dem laufenden Altsystem heraus ist nicht mehr notwendig. Für Besitzer von Desktop-PCs eröffnet sich damit eine entspannte Umstiegs-Möglichkeit.

Unter der Haube

Version 1511 bringt auch ein paar zunächst unsichtbare, aber durchaus interessante Neuerungen: Der „Compression Store“ ist eine neue Funktion der Hauptspeicherverwaltung, die bei akutem Speichernotstand gerade ungenutzte RAM-Inhalte komprimiert, statt sofort die Auslagerungsdatei auf der Festplatte zu befüllen. Die in der Pro-Version enthaltene Virtualisierungslösung Hyper-V unterstützt nun auch verschachtelte Virtualisierung, also das Ausführen von VMs in VMs.

 

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