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TeamViewer schätzt, dass die Zahl der Nutzer, deren Konten zuletzt von Hackern kompromittiert wurden, „erheblich“ ist. Das sagte Unternehmenssprecher Axel Schmidt in einem Interview mit Ars Technica. Konkrete Zahlen lägen jedoch nicht vor.

Schmidt hielt aber auch daran fest, dass die Teamviewer-Anwendung an sich sicher sei. „Der größte Teil der Vorfälle hat mit den jüngsten Datendiebstählen zu tun. Wann immer wir auf einen möglichen Missbrauch eines Teamviewer-Kontos hingewiesen werden, prüfen wir ihn intern. Und in praktisch jedem Fall stellen wir fest, dass die Passwörter und Nutzernamen auch woanders verwendet wurden.“

Auf Nachfrage von Ars Technica ging Schmidt auch auf Vorwürfe ein, Teamviewers System für eine Anmeldung in zwei Schritten sei geknackt worden. Die Abfrage einer zusätzlichen PIN-Nummer soll eigentlich eine Kompromittierung des eigenen Kontos nach einem Passwortverlust verhindern.

„Bis jetzt haben wir wirklich noch keine schlüssigen Beweise dafür, dass unsere Authentifizierung in zwei Schritten irgendwie kompromittiert wurde“, ergänzte Schmidt. Es gebe zwar viele Diskussion zu diesem Thema, beispielsweise auf Reddit, und man habe auch Kontakt zu Betroffenen aufgenommen, die behaupten, ihre Geräte seien trotz Zweifaktorauthentifizierung geknackt worden. „Die Leute geben uns nicht ihre Log-Dateien und wenn sie das nicht machen, können wir ihre Fälle nicht untersuchen.“

Teamviewer prüfe trotzdem alle Meldungen und suche nach möglichen Hinweisen auf Einbrüche in die eigenen Systeme.