Praktisch bedeutet das, dass ein Autobesitzer bei Verschließen seines Autos quasi abgehört werden kann und Diebe mit dessen Code später das Auto öffnen, die Alarmanlage ausschalten und in das Auto eindringen können, ohne Spuren zu hinterlassen. Allerdings: Man kann damit zwar die Türen öffnen, aber nicht losfahren.
Das perfide: Der Fahrzeugeigentümer merkt den Einbruch nicht einmal, er stellt nur fest, dass sein Auto nicht beim ersten Knopfdruck öffnet.

Die Forscher sagen in ihrem Papier mit dem Namen „Lock It and Still Lose It“, dass von VW-Konzern die meisten der seit 1995 gebauten Modelle der Marken VW und ihrer Schwestermarken Audi, Seat und Skoda anfällig für Angriffe seien. Konkret sind das die Modelle :

Audi: A1, Q3, R8, S3, TT und andere Audis mit der Teilenummer 4D0 837 231 der Fernbedienung
VW: Amarok, (New) Beetle, Bora, Caddy, Crafter, e-Up, Eos, Fox, Golf 4, Golf 5, Golf 6, Golf Plus, Jetta, Lupo, Passat, Polo, T4, T5, Scirocco, Sharan, Tiguan, Touran, Up. (ausgenommen die neusten Modelle Golf, Tiguan, Touran oder Passat, die auf dem sog. „Modularen Querbaukasten“ MQB basieren)
Seat: Alhambra, Altea, Arosa, Cordoba, Ibiza, Leon, MII, Toledo
Škoda: Citigo, Roomster, Fabia 1, Fabia 2, Octavia, Superb, Yeti

Lücken auch bei anderen Herstellern

Bei der Hitag2-Technik wurden bisher nur einzelne Modelle ausgetestet, aber die Forscher nennen folgende Fahrzeuge als wahrscheinlich angreifbar:

Abarth: 500, Punto Evo
Alfa: Romeo Giulietta, Mito
Citroen: Jumper, Nemo
Fiat: 500, Bravo, Doblo, Ducato, Fiorino, Grande Punto, Panda, Punto Evo, Qubo, Dacia Duster, Ford Ka
Lancia: Delta, Musa
Nissan: Pathfinder, Navara, Note, Qashqai, X-Trail
Opel: Corsa, Meriva, Zafira, Astra
Peugeot: Boxer, Expert
Renault: Clio, Modus, Trafic, Twingo.

Darüber hinaus nennt die Studie einzelne Modelle des Ford Galaxy als bauähnlich mit dem VW Sharan and Seat Alhambra.

Einen Schutz für Besitzer betroffener Autos gibt es nicht, außer sie nutzen nur den mechanischen Schlüssel. Ein Austausch der betroffenen Hardware durch die Eigentümer ist nach Einschätzung von Kasper teuer und daher unwirtschaftlich.

(Quelle: Heise)