Apples Weigerung, der amerikanischen Bundespolizei FBI über eine Hintertür Zugriff auf das iPhone eines Terroristen zu geben, ist in den USA derzeit wieder Thema: Im Zusammenhang mit Malware des Geheimdienstes NSA, die von (möglicherweise russischen) Hackern geleakt wurde. Diese zeigt Experten zufolge, dass solche Hacks nicht an Behörden gegeben werden können, weil diese dann möglicherweise in problematische Hände gelangen.

Apple soll dem FBI helfen, das iPhone eines Terroristen zu entsperren – weigert sich aber, da damit die Sicherheit aller User in Frage gestellt würde. Der Streit mit den US-Behörden schlägt hohe Wellen.

Werkzeuge zum iPhone-Hack sind „Schlüssel zum Königreich“
Zuvor hatten Experten, die zu der Abteilung der NSA gehört haben, aus denen die Werkzeuge stammen sollen, mitgeteilt, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um echte NSA-Software handelt, wie die Washington Post meldete. „Ohne Zweifel sind das die Schlüssel zum Königreich“, so die Ex-NSA-Mitarbeiter. Auch die Dokumente von Edward Snowden deuten darauf hin, dass die Leaks echt sind.

Apple-Konzernchef Tim Cook hatte im Streit mit dem FBI argumentiert, Hintertüren für das iPhone seien sehr gefährlich. Firmen müssten für ihre Grundsätze eintreten. Die Regierung sei „in den USA und manchen anderen Ländern“ generell „ziemlich dysfunktional“ geworden, so Cook in der CNBC-Sendung Mad Money.

(Quelle: Heise)