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Anniversary Update bringt mehr Sicherheit und Komfort

Gestern hat Microsoft begonnen mit der Verteilung des Anniversary Updates für Windows 10. Mit der Aktualisierung kommt mehr Sicherheit und eine Verbesserung der Benutzeroberfläche.

Das Anniversary Update ist Microsofts erste große Aktualisierung für Anwender von Windows 10, das vor einem Jahr am 29. Juli erschienen ist. Mit dem Anniversary Update gibt es einige Detailverbesserungen.

Ab dem 2. August wird Microsoft das Anniversary Update für Windows 10 verteilen. Nicht alle Nutzer von Windows 10 werden die Aktualisierung an diesem Tag schon erhalten, das Update wird in Schüben verteilt, so dass es einige Tage dauern kann, bis die neue Version für alle verfügbar ist.

Verändertes Startmenü

Mit dem Anniversary Update verändert sich die Struktur des Startmenüs ein wenig. Die Liste der am meisten verwendeten Apps ist mit der allgemeinen App-Liste zusammengelegt worden, die am oberen Rand des Startmenüs zu finden ist. Der Nutzer kann sie durchblättern und muss zum Erreichen der Liste nicht mehr extra klicken. Schaltflächen wie das Ausschaltmenü oder der Dateiexplorer werden weiterhin permanent an der linken Seite angezeigt. Im Tablet-Modus gibt es jetzt wieder eine Vollbildansicht der installierten Apps.

Cortana ist stets bereit

Die Sprachsteuerung Cortana ist direkt vom Sperrbildschirm aus erreichbar, so dass die betreffenden Funktionen direkter und schneller als bisher erreichbar sind. Bei der erstmaligen Nutzung von Cortana entfällt künftig die zuvor notwendige Ersteinrichtung. Das Symbol für das Info-Center ist in die untere rechte Ecke gewandert und ein Zahlensymbol informiert den Nutzer darüber, wie viele Benachrichtigungen darauf warten, beachtet zu werden. Auch Cortana-Erinnerungen sollen nun im Info-Center erscheinen.

Neue Möglichkeiten der Stiftbedienung

Ebenfalls für einen besseren Überblick können Apps im Taskleistensymbol die Zahl der ungelesenen Nachrichten anzeigen. Das soll unter anderem mit Microsofts E-Mail-Programm funktionieren. Ein Klick auf Datum und Uhrzeit in der Taskleiste weist den Nutzer auf bevorstehende Termine hin.

Microsoft hat außerdem einige Neuerungen für eine bessere Stiftsteuerung in Windows 10 integriert. Dazu gibt es ein spezielles Startmenü namens Windows Ink Workspace, um gezielt die Apps zu finden, die mit einer Stiftunterstützung versehen sind. Außerdem sollen aktive Eingabestifte generell besser als bisher von Windows 10 unterstützt werden. Microsofts Ziel ist es, dass Anwender weniger auf Stift und Papier zurückgreifen und Notizen auf Windows-Geräten machen. Das wollte Microsoft eigentlich schon mit der Windows XP Tablet PC Edition schaffen, allerdings gelang das nicht.

Neuer Edge-Browser und besserer Virenschutz

Mit dem Update gibt es auch Neuerungen an Edge. Microsofts neuer Browser unterstützt dann offiziell Erweiterungen, die bisher fehlten. Damit lässt sich der Funktionsumfang des Browsers erweitern, alle Erweiterungen sind in Microsofts Windows Store zu finden. Außerdem verspricht der neue Edge-Browser mehr Komfort. Browser-Tabs können festgepinnt werden, der Browser-Verlauf ist leichter erreichbar und es gibt Verbesserungen bei der Verwaltung von Lesezeichen.

Neue Edge-Funktionen

Flash-Videos starten künftig erst nach Aufforderung und Webseiten können Benachrichtigungen im Info-Center hinterlegen. Außerdem soll der Edge-Browser Webseiten zügiger anzeigen und mit den Ressourcen des Computers sparsamer umgehen. Durch eine sehr enge Anbindung von Edge an das Windows-System werden Javascript-Funktionen von Tabs im Hintergrund nur noch einmal in der Sekunde ausgeführt und nicht mehr dauerhaft.

Diese Vorgänge werden zudem mit anderen Operationen des Betriebssystems synchronisiert, damit der Browser die Hardware nicht mehr selbstständig „aufweckt“. Die Prozessorlast soll damit deutlich reduziert werden. In bestimmten Fällen soll dadurch bis zu 90 Prozent weniger Energieaufnahme erreicht werden und das soll dann zu einer längeren Akkulaufzeit führen.

Doppelter Virenschutz

Für eine erhöhte Sicherheit kann Microsofts eigener Virenscanner namens Windows Defender so eingestellt werden, dass er den Computer parallel zu einer weiteren installierten Sicherheitslösung nach Schadsoftware durchsucht. Die Funktion ist standardmäßig abgeschaltet. Durch die Aktivierung kann der Nutzer sein System ohne finanziellen Aufwand mit Virendatenbanken zweier Anbieter abgleichen. Das verspricht einen besseren Schutz vor Schadsoftware.

Mehr Möglichkeiten für Windows Hello

Die Einsatzmöglichkeiten von Windows Hello werden erweitert. Hello nutzt biometrische Anmeldeverfahren wie Fingerabdrucksensoren, Gesichtserkennung oder Irisscanner, um sich ohne Eingabe eines Kennworts am System anmelden zu können. Die Hello-Funktionen können dann auch von Windows-10-Apps und Webseiten genutzt werden. Die Webseiten-Unterstützung steht allerdings nur im Edge-Browser zur Verfügung.

In den Update-Einstellungen von Windows 10 lässt sich eine Arbeitszeit definieren. In dieser Zeitspanne werden keine Aktualisierungen des Betriebssystems vorgenommen. Dadurch soll erreicht werden, dass Aktualisierungen nicht vorgenommen werden, wenn der Nutzer das Gerät unbedingt benötigt. Allerdings lassen sich nur maximal 12 Stunden am Tag als Arbeitszeit bestimmen.

Die Aktualisierung steht für alle Systeme bereit, auf denen Windows 10 läuft.