„No More Ransom“ wurde heute von Europol und der niederländischen Polizei zugänglich gemacht. Beide haben heute die zusammen mit Intel Security und Kaspersky Lab entstandene Website „No More Ransom“ freigeschaltet. Damit geht auch die gleichnamige Initiative der vier an die Öffentlichkeit. „No More Ransom“ bietet neben Informationen rund um das Thema Erpressersoftware, Opfern auch Unterstützung bei der Wiederherstellung ihrer Daten. Die Initiative der vier hat sich zum Ziel gesetzt, Lösegeldzahlungen an Cyberkriminelle zu reduzieren.

Obwohl Experten einstimmig dazu aufrufen, nicht zu zahlen, um das illegale Geschäftsmodell nicht noch zu unterstützen, ist die Bereitschaft zahlreichen Umfragen zufolge sowohl bei Firmen als auch bei privaten Anwendern bedauerlich hoch. Sie empfehlen als vorbeugende Maßnahme überwiegend eine vernünftige Backup-Strategie.

Es ermöglicht über die Website derzeit bereits einfachen Zugriff auf mehr als 160.000 Schlüssel. Nutzer sollten beim Crypto Sheriff zunächst die Lösegeldforderung der Kriminellen eingeben. Dazu wird eine von diesen angegebene E-Mail oder URL verlangt- Alternativ kann die Datei im Format .txt oder .html hochgeladen werden. Außerdem sollten zwei verschlüsselte Dateien hochgeladen werden. Anhand dieser Informationen kann das Tool dann erkennen kann, welche Ransomware zugange war und gegeben falls die zur Entschlüsselung notwendigen Informationen liefern.

Insbesondere die beteiligten Behörden fordern Opfer auf, Ransomware-Delikte zudem immer auch anzuzeigen. Das sei wichtig, um ihnen dabei zu helfen, ein komplettes Bild zu bekommen und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Dazu verweist die „No More Ransom“-Webseite direkt auf eine Übersichtsseite von Europol. Dort gemachte Angaben werden dann wiederum direkt an die zuständigen nationalen Behörden weitergeleitet.

(Quelle: www.zdnet.de)