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Microsoft trennt sich von den einfachen Nokia-Handys und gibt den Bereich an Foxconn ab. Der taiwanische Auftragshersteller zahlt dafür 350 Millionen US-Dollar.
Microsoft verkauft seinen Geschäftsbereich für einfache Mobiltelefone an die Foxconn-Tochter FIH Mobile. Das gab der Konzern am 18. Mai 2016 bekannt. Der Kaufpreis beträgt 350 Millionen US-Dollar. Von dem Verkauf sind 4.500 Beschäftigte betroffen, die künftig für die Foxconn-Firma arbeiten werden.

Microsoft verkauft dabei auch die Rechte an der Nutzung der Marke Nokia. FIH Mobile übernimmt die Fertigung Microsoft Mobile Vietnam in Hanoi, Vietnam.
Microsoft werde weiterhin die Entwicklung von Windows 10 Mobile betreiben und Support für Lumia-Smartphones wie das Lumia 650, Lumia 950 und Lumia 950 XL, und Smartphones von OEM-Partnern wie Acer, Alcatel, HP, Trinity und Vaio anbieten, erklärte der US-Konzern. Im aktuellen Berichtsquartal hat Microsoft nur noch 2,3 Millionen Lumia-Smartphones verkauft. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden mit 8,6 Millionen, und damit fast vier Mal so viele Lumia-Smartphones, abgesetzt.
Behörden müssen noch zustimmen
Im Rahmen der Transaktion wird Microsoft alle Vermögensteile der Mobiltelefonsparte übertragen, einschließlich der Marken, der Software und Services, des Betreuungsnetzwerks und anderer Vermögensteile, der Verträge mit Kunden sowie wichtiger Liefervereinbarungen. Der Abschluss der Transaktion ist für die zweite Hälfte 2016 vorgesehen und unterliegt behördlichen Genehmigungen sowie weiteren Abschlussbedingungen.

Microsoft hatte im September 2013 Nokias Geschäft mit Mobiltelefonen, Diensten und dazugehörigen Patenten für rund 5,44 Milliarden Euro gekauft. Mit dem Kauf hatte Microsoft das Recht erworben, die Marke Nokia weiter zu nutzen. Zudem ging der Smartphone-Markenname Lumia an den US-Konzern. Auch die neue Nokia-X-Linie und die Asha-Produkte wurden von Microsoft vermarktet.
Im Juli 2015 hatte Microsoft bereits angekündigt, 80 Prozent der Kaufsumme von Nokias Handygeschäft abzuschreiben.