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Der russische Sicherheitsanbieter Dr. Web hat 104 Apps im Google Play Store entdeckt, die mit dem Trojaner „Android.Spy.277.origin“ infiziert sind.

Die Schadsoftware verfügt über verschiedene Spionagefunktionen. Sie sammelt umfangreiche und zum Teil auch persönliche Daten und überträgt sie an einen von Cyberkriminellen kontrollierten Server, und zwar bei jedem Start der infizierten Anwendung. Die Hintermänner des Trojaners erhalten so Zugriff auf die mit dem Google-Konto verknüpfte E-Mail-Adresse, die Seriennummer des Smartphones (IMEI) sowie den Standort, die Handynummer und den Namen des Mobilfunkanbieters. Darüber hinaus werden technische Daten des Geräts ausgespäht wie OS-Version, Modellbezeichnung, Bildschirmauflösung, CPU-Typ und die MAC-Adresse.

Darüber hinaus ist Android.Spy.277.origin in der Lage, unerwünschte Werbung anzuzeigen. Einige dieser Anzeigen sind zudem als Systemwarnmeldungen getarnt, die beispielsweise zuerst einen Akkudefekt vorgaukeln und anschließend eine App vorschlagen, die das Problem lösen soll. Die Anzeigen erscheinen aber auch in den Benachrichtigungen oder als Programmsymbole auf dem Startbildschirm.

Als „Vorsichtsmaßnahme“ verfügt der Trojaner über ein verstecktes Plug-in, das dieselben Funktionen besitzt wie der Trojaner selbst. Es tarnt sich als wichtiges Update für die schädliche App. Wird es installiert, befinden sich zwei Kopien von Android.Spy.277.origin auf dem Gerät – wird die Originalversion irgendwann als schädlich erkannt und entfernt, kann die Kopie weiterhin Daten übertragen und unerwünschte Werbung einblenden.