Nachdem zuletzt das FBI eine Hintertür in iOS von Apple einklagen wollte, weil es das System selbst nicht knacken konnte, ist eine solche Nachricht ein gefundenes Fressen für die Medien – und die Verunsicherung groß. Letzteres ist verständlich, das von allen Seiten losgetretene Apple-Bashing entbehrt aber jeder Grundlage. Im Gegenteil. Apple hat vorbildlich reagiert.

Wer keinen Grund hat anzunehmen, von Geheimdiensten beobachtet zu werden, braucht sich erst mal keine Sorgen zu machen. Soweit bislang bekannt, ist die Spionagesoftware Pegasus ein hochspezialisiertes Werkzeug. Es wurde offenbar von einem israelischen Unternehmen entwickelt, das es für Millionensummen an Geheimdienste lizenziert, die damit bevorzugt im Nahen Osten aktiv zu sein scheinen.

Dass diese Details jetzt an die Öffentlichkeit gelangen, schadet diesem Unternehmen gleich doppelt, denn zum einen hat Apple mit iOS 9.3.5 die fraglichen Sicherheitslücken bemerkenswert schnell geschlossen. Gleichzeitig kann Pegasus vermutlich kaum für Massenangriffe genutzt werden, weil das eine leistungsfähige Infrastruktur voraussetzen würde.

(Quelle: Heise)