Ein zentraler Punkt der vergangenen Google I/O war das Thema Künstliche Intelligenz. Highlight war hier das Duplex genannte System. Dabei kann der Google Assistant auf Nutzerauftrag selbstständig beim Friseur, im Restaurant und ähnlichem anrufen, um einen Termin auszumachen oder einen Tisch zu reservieren. Google-CEO Sundar Pichai hat die beeindruckende Lösung auch auf der Bühne präsentiert.
Das war beindruckend, aber vermutlich hat der kalifornische Konzern hier geschwindelt. Man kann hier von einem Fake sprechen kann, denn vermutlich war hier die Google-AI zwar am Werk, aber sie hat nur im Nachbarbüro angerufen statt mit Geschäften zu interagieren.

Es war also alles nur eine Show. „Fake News“ würde Trump dazu sagen.

Die Seite Axios hat sich die Demo jedenfalls näher angesehen und diverse Unstimmigkeiten gefunden. Beispielsweise melden sich das in der Demo angerufene Restaurant oder der Friseur gleich mit „Wie kann ich Ihnen helfen?“ Das kam vielen bereits merkwürdig vor, denn in der Regel meldet sich ein Gewerbe mit seinem Namen, um sich zu identifizieren, erst dann wird gefragt, was man für den Kunden tun kann.

Im Fall der Google-Demo passiert das aber nicht. Axios hat das überprüft und zahlreiche Restaurants und Haarsalons testweise angerufen, auch in Mountain View, kein einziger meldete sich auf die Weise, wie Google es gezeigt hat.

Außerdem kann man in den Google-Demos keine Hintergrund-Geräusche hören, Stimmen von Kunden, das Rauschen von Haartrockner oder das Klappern von Geschirr sind in der echten Welt ebenfalls normal. Schließlich haben bei Google weder Restaurant noch Friseur nach der Telefonnummer der Kunden gefragt, auch das ist ein Standard-Vorgang, wenn man einen Termin ausmacht oder eine Reservierung aufgibt.

Axios hat bei Google auch nachgefragt, ob man die Namen von Restaurant und Friseur haben könne, um das Ganze überprüfen zu können. Möglicherweise wollte Google auch nur die Identität der Angerufenen schützen, also wollte man wissen, ob die Demos geschnitten waren. Das hätte Google mit Leichtigkeit beantworten können, das Unternehmen entschied sich aber stattdessen zu schweigen. (Winfuture/Axios)

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