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Das russische IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab soll Konkurrenten geschädigt haben, indem es deren Software dazu brachte, Dateien fälschlich als Malware zu deklarieren. Das haben zwei ehemalige Kaspersky-Mitarbeiter, die namentlich nicht genannt werden wollen, der Nachrichtenagentur Reuters gesagt.
Kaspersky habe Fehlalarme, sogenannte False Positives, induziert. Ein Virenscanner hält dann eine harmlose Datei für Malware.
Die Möglichkeit dazu soll Kaspersky gehabt haben, weil die Hersteller von Antiviren-Software seit längerem Informationen über Schadsoftware austauschen. Das Unternehmen habe beispielsweise in wichtige Dateien Code eingefügt, der dem von Malware ähnele, erklärten die ehemaligen Mitarbeiter.
Gründer und Chef Eugene Kaspersky soll die Attacken selbst in Auftrag gegeben haben.
Solche False-Positives-Attacken hat es tatsächlich gegeben: So berichteten zwei Microsoft-Mitarbeiter 2013 auf einer Konferenz darüber. Auch bei Symantec seien solche Fälle aufgetreten, twitterte ein Mitarbeiter.

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