215

iOS ist am Montag in Version 9.3 für iPhone, iPad und iPod touch erschienen. Das Update lässt sich über die integrierte Softwareaktualisierung installieren, diese ist in den Einstellungen unter Allgemein zu finden. Das Einspielen der neuen Version ist alternativ auch per iTunes möglich, dies erfordert den Download des kompletten Betriebssystems, das inzwischen je nach Gerätemodell über 2 GByte groß ist.

Die größte Neuerung von iOS 9.3 ist der in das System integrierte Nachtmodus: Die „Night Shift“ genannte Funktion vermindert den Anteil an blauem Licht, der nach langer nächtlicher Bildschirmnutzung das Einschlafen erschweren kann. Die Funktion, die sich auch automatisch beispielsweise von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang aktivieren lässt, stellt die Displayfarben „auf ein wärmeres Farbspektrum“ ein, wie Apple erklärt.

Nutzer können nun außerdem einzelne Einträge innerhalb von Apples Notizen-App verschlüsseln, dafür ist ein gesondertes Passwort anzulegen. Das Entsperren erfolgt wahlweise per Touch-ID-Fingerabdruck. Die Fotos-App bietet erstmals die Option, Fotos und Videos zu duplizieren.

iBooks erhält mit iOS 9.3 eine erweiterte iCloud-Unterstützung: Alle Bücher und PDF-Dokumenten lassen sich so über Apples Server zwischen den eigenen Geräten abgleichen. Der iPhone-Hersteller hat außerdem Detailverbesserungen bei Health vorgenommen. Die zentrale Sammelstelle für Gesundheits- und Fitnessdaten zeigt jetzt auch die von der Apple Watch erfassten Daten zu Aktivität, Training und Stehen. Für bestimmte Daten schlägt Apple nun außerdem verschiedene Apps vor, beispielsweise zur Aufzeichnung von Gewicht oder Sportaktivitäten.

CarPlay wurde um die aus iOS 9 bekannte “In der Nähe”-Funktion von Apples Kartendienst ergänzt und zeigt Apple-Music-Abonnenten außerdem die Sparten “Neu” und “Für Dich” auf dem Infotainmentsystem des Fahrzeugs. iOS 9.3 unterstützt außerdem die Kopplung von mehr als einer Apple Watch – Voraussetzung dafür ist watchOS 2.2.

iOS 9.3 bringt außerdem große Neuerungen speziell für den Einsatz des iPads im Bildungsbereich: Dazu zählt ein Mehrbenutzermodus, der es Schülern erlaubt, sich bei einem beliebigen iPad der Schule anzumelden und dort auf ihre Daten zugreifen zu können. Eine Classroom-App soll Lehrer beim Unterricht unterstützen, auch bei der Einrichtung und Verwaltung von Schul-iPads und Apple IDs gibt es Verbesserungen.

Das Update beseitigt auch Sicherheitslücken, darunter angeblich auch eine Schwachstelle bei der iMessage-Verschlüsselung.