Huawei hat eine Sicherheitslücke in seinem Modem Huawei HG532 bestätigt. Ähnlich wie vor rund einem Jahr bei Angriffen auf das Netz der Telekom könnten Angreifer versuchen, den Wartungsport des Geräts für den Aufbau eines Botnetzes auszunutzen. Damals scheiterten die Angriffe unter anderem daran, dass die Malware nicht mit der Firmware der Modems kompatibel war.

Huawei wurde nach eigenen Angaben am 27. November von der Sicherheitsfirma Check Point auf das Problem hingewiesen und hat eine interne Untersuchung eingeleitet.

Ein Angreifer kann Pakete an den Port 37215 senden, um Angriffe zu starten. Ein erfolgreicher Exploit könne genutzt werden, um auf dem Modem beliebigen Code auszuführen. Damit könnte ein Gerät in ein Botnetz integriert werden und weitere Angriffe starten. Die Deutsche Telekom habe nach eigenen Angaben bereits ab dem 25.11. entsprechende Angriffe auf ihre Honeypots gesehen, wie eine Sprecherin Golem.de sagte. Das Volumen habe bis zu 200.000 Datenpakete pro Stunde betragen, nach Schätzungen der Telekom sollen etwa 80.000 bis 100.000 Geräte infiziert sein. Aus Deutschland seien allerdings keine erfolgreichen Angriffe bekannt. (golem oder andere)