Google kauft massenhaft Kreditkarten-Transaktionsdaten von Mastercard und korreliert sie mit den Klicks seiner Benutzer auf Online-Werbung. Darüber berichtet die Nachrichtenseite Bloomberg.

Im vergangenen Jahr konnten Werbekunden von Google prüfen, ob sich der Klick auf eine Online-Anzeige mit einem Offline-Kauf per Kreditkarte in einem US-Einzelhandelsgeschäft verknüpfen ließ. Dazu haben Google und Mastercard eine bislang geheim gehaltene Vereinbarung getroffen.

Es verknüpfe anonymisiert den Klick auf eine Online-Werbung mit einem Kauf per Kreditkarte in einem Laden – Letzteres in einem Zeitraum von bis 30 Tagen nach dem Klick. In diesem Programm seien alle Daten, die Benutzer persönlich identifizieren könnten, per Verschlüsselung vor Google und seinen Werbepartnern verborgen worden. Google bewarb das Werbetool damals damit, man habe Zugriff auf etwa 70 Prozent aller US-amerikanischen Kredit- und Debitkarteninhaber, ohne dies jedoch weiter auszuführen.

Dieses Tracking soll ohne Kenntnis der Karteninhaber stattgefunden haben, weil beide Unternehmen der Meldung zufolge ihre jeweiligen Kunden nie darüber informierten. Google und Mastercard sollen vier Jahre lang über den Deal verhandelt haben. Bloomberg beruft sich bei seinen Informationen auf vier anonyme Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind; drei von ihnen sollen daran direkt mitgearbeitet haben.