Google_2015_logo.svgGoogle lässt sich in seiner Datenschutzerklärung das Recht einräumen, Metadaten beim Telefonieren und beim SMS-Versand zu speichern – eine private Vorratsdatenspeicherung. Ob das Unternehmen dabei mit der Einwilligung der Verbraucher argumentieren kann, ist unklar.

Google sammelt deutlich mehr Informationen über Android-Nutzer als bislang bekannt: Ein Bericht des Portals Mobilsicher.de zeigt, dass Google sich in den Datenschutzbedingungen das Recht gewähren lässt, Telefonieprotokollinformationen und Daten zum SMS-Versand zu erheben und zu speichern.

Wenn Nutzer die Telefon-App auf ihrem Smartphone aufrufen, baut Google eine Verbindung zum eigenen Server auf. Das lässt sich leicht feststellen, wenn ausgehender Verkehr mit einer Firewall überwacht wird. Welche Daten genau übertragen werden, lässt sich aber nicht ohne weiteres feststellen, weil die Informationen schon vor dem Transfer verschlüsselt werden.

In der Datenschutzerklärung des Unternehmens heißt es, dass Google „die eigene Telefonnummer, die Anrufernummer, Weiterleitungsnummern, Datum und Uhrzeit von Anrufen, Dauer von Anrufen, SMS-Routing-Informationen und Art der Anrufe“ erfassen dürfe. Unklar ist, warum das Unternehmen diese Informationen benötigt, um seine Dienste anzubieten. Die Informationen werden über die Google Play Services verschickt.

Googles Datenspeicherung kann durchaus mit den staatlichen Vorgaben zur Vorratsdatenspeicherung verglichen werden. Denn mit den gesammelten Informationen lassen sich detaillierte Profile und Netzwerkanalysen von Android-Nutzern erstellen.

Auf eine Anfrage des IT-News Portals antwortete Google nicht.