quicktime-windows

Apple stellt per Sofort die Unterstützung für die Medienabspiel-Software «QuickTime» unter Windows ein. Bereits vor einigen Jahren hat Apple die Abhängigkeit von iTunes unter Windows vom QuickTime-Player abgespalten — der Player ist seither für die Nutzung der Medienverwaltungssoftware nicht mehr notwendig. Betroffen vom Support-Wegfall sind Windows 7 und älter. Für die beiden neuesten Versionen von Windows — «Windows 8» und «Windows 10» — hat Apple den QuickTime-Player nie offiziell angeboten.

Die Support-Einstellung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem eigentlich zwei als «kritisch» eingestufte Sicherheitslücken in QuickTime bekannt sind. Über diese beiden Schwachstellen können Dritte aus der Ferne Schadcode auf dem System des Nutzers ausführen. Dazu nötig ist eine überbürdete modifizierte Datei oder das Ausführen einer solchen über eine Webseite — letzteres jedoch nur mit einer älteren Version von QuickTime. Sicherheitsexperten zufolge werden die beiden Schwachstellen bis dato nicht aktiv ausgenutzt — entsprechende Angriffe sollen bisher nicht bekannt sein. Durch die Einstellung der Unterstützung seitens Apple werden die beiden Lücken aber nicht mehr geflickt, womit QuickTime unter Windows wohl angreifbar bleibt. Sicherheits-Firmen und auch das US Ministerium für Innere Sicherheit, auch «Homeland-Security», rufen deshalb Nutzer des Microsoft-Betriebssystems auf, QuickTime möglichst zeitnah von ihren PCs zu deinstallieren. Wie dies unter Windows am saubersten abgewickelt wird, erklärt Apple auf einer Support-Webseite.