Ein bericht der ZDF-Sendung „Frontal21“

samwer_brothers

Die ZDF-Sendung Frontal21 hat sich als erstes Fernsehteam in der Berliner Zentrale von Rocket Internet umsehen dürfen und ein Interview mit Oliver Samwer geführt.

In Sendung mit dem Titel “Die große Samwer-Show – Die Milliardengeschäfte der Zalando-Boys” wurde das Interview zusammengefasst.
Darin kommen die Internetunternehmer Marc, Alexander und Oliver Samwer nicht gut weg.

Als Unternehmensgrundlagen verweist Samwer in dem ZDF-Interview – seinem ersten Fernsehinterview überhaupt – auf die “deutschen Tugenden Fleiß, eine gewisse Weise von Mut, eine gewisse Weise von sag ich mal ‘Schuster bleib bei deinen Leisten’, konzentrier Dich auf das was Du gut kannst, mach nicht zu eine große Welle – wir sagen immer, wir sind so ein bisschen der Schrauben-Würth vom Internet.” Kurzum, Samwer bezeichnet sein Unternehmen als typischen “deutschen Mittelstand”.

Das stellen die Macher des Berichts allerdings in Frage: “Wo immer auf der Welt sich online Geld verdienen lassen könnte, tauchen die Samwers auf”, merken sie an und attestieren den drei Brüdern den Anspruch, so groß wie Facebook oder Google werden zu wollen.

Oliver-SamwerStripe-Rocket-Internet

Am Beispiel der Rocket-Beteiligung SpaceWays – einem Anbieter von Lagerraum via Internet – begleiten die ZDF-Mitarbeiter die Entstehung eines Unternehmens. Das geht schnell: Acht Wochen soll das in dem Fall nur dauern. Die Geschwindigkeit führt der Frontal21-Bericht allerdings nicht nur auf die von Samwer im Interview beschworenen “deutschen Tugenden” zurück, sondern auch darauf, dass sich Rocket Internet und seine Beteiligungen schamlos fremder Ideen bedienen. In dem Fall führen sie den New Yorker Anbieter MakeSpace an, der bereits seit längerem mit demselben Konzept und einem sehr ähnlichen Auftreten am Markt aktiv ist: “Name, Onlineauftritt und Geschäftsmodell sind nahezu identisch. Unterschied: die Kiste ist schwarz statt grün”, stellen sie fest.

Das Original: Social Network Pinterest

Das Original: Social Network Pinterest

Die Sawmer Kopie: Die Kopie: Pinspire

Die Sawmer Kopie: Die Kopie: Pinspire

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Kopieren habe bei den drei Brüdern allerdings Tradition, heißt es weiter: Ihr 1999 gegründetes Unternehmen Alando sei ein Ebay-Klon gewesen, an dass sie ihre Firma dann nach einem halben Jahr für 43 Millionen Dollar verkaufen können. Die nächste Gründung, Jamba, führen sie auf ein japanisches Portal mit Klingeltönen zurück. Der Verkauf an Verisign für 273 Millionen Dollar sei gerade im rechten Moment gekommen, schließlich habe das Geschäftsmodell durch zahlreiche, an Minderjährige vermittelte Abos eine Beschwerde- und Prozesslawine losgetreten.

Hier eine Aufliestung aller Samwer_Klone:

die_samwer_klones

 

Schlechtes Betriebsklima

In einer Mail an seine Führungskräfte von Home24 forderte Oliver Samwer einen „Blitzkrieg“, um die internationalen Märkte zu überrollen. „Ich würde sterben, um zu gewinnen, und ich erwarte dasselbe von euch.“ Nicht jeder Mitarbeiter kommt mit solchen Anforderungen klar. In den vergangenen zwölf Monaten kündigten bei Rocket Internet mehrere hochrangige Mitarbeiter.

Die Samwer-Methode

Entdecken die Samwer-Brüder in den USA ein Erfolg versprechendes Dotcom-Unternehmen, erstellen sie in Windeseile eine Kopie. Im Idealfall wird es mit Gewinn an das „Original“ weiterverkauft – wie im Falle von Alando. An diesem Deal war das Trio noch persönlich beteiligt.

(Quelle: Diverse Internet-Medien)

Hier gehts zum ZDF Frontal21 Beitrag: Die Samwer Brüder

Categories: Hauptseite