Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Microsoft wegen seiner Praxis beim Windows-10-Update abgemahnt. Anlass für die juristisch flankierte Kritik der Verbraucherschützer ist, dass die Installationsdateien für Windows 10 bereits heruntergeladen werden, bevor Nutzer nach ihrer Zustimmung gefragt werden. Da das bis zu 6 GByte große Softwarepaket so auch auf Festplatten von PCs gelangt, deren Besitzer gar kein Interesse an dem kostenlosen Upgrade haben, sprechen die Verbraucherschützer von einem “Zwangsdownload”.

Im September hatte Microsoft eingeräumt, das es mehrere Gigabyte große Installationspaket von Windows 10 auch an Nutzer ausliefert, die sich nicht für ein Upgrade auf das neue Betriebssystem registriert haben. “Für Personen, die automatische Aktualisierungen über Windows Update aktiviert haben, machen wir Upgrade-fähige Geräte bereit für Windows 10, indem wir die Dateien herunterladen, die sie benötigen, falls sie sich für ein Upgrade entscheiden”, erklärte das Unternehmen damals. “Wenn das Upgrade bereit ist, wird der Kunde darauf hingewiesen, Windows 10 auf dem Gerät zu installieren.”

Ist man mit seiner aktuellen Windows-Installation zufrieden, kann Microsofts Vorgehen einige Nachteile mit sich bringen. Zum einen wird durch den Download Bandbreite verbraucht, was bei Internetverbindungen mit einer Volumenbegrenzung ärgerlich sein kann. Zudem nehmen die Dateien dann auch Speicherplatz auf Festplatte oder SSD weg. Hinzu kommt der aufdringliche Hinweis auf das bereitstehende Upgrade nach jedem Systemneustart.

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