republican-presidential-candidate-donald-trump-holds-rally-in-mesa-arizona-501657894-56f373292b334

Apple wird den Parteitag der Republikanischen Partei nicht wie bei früheren Präsidentschaftswahlen unterstützen – weder finanziell noch durch die Bereitstellung von Technik. Zu den Gründen wollte der iPhone-Hersteller nicht öffentlich Stellung nehmen. Es sickerte jedoch durch, dass die Entscheidung aufgrund populistischer Äußerungen des wahrscheinlichen republikanischen Kandidaten Donald Trump fiel.

Trump agitiert gegen mexikanische Einwanderer, will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten, äußert sich herabsetzend über Frauen, denkt über rassenbezogene Profile in der Polizeiarbeit nach, will Muslimen die Einreise in die USA verweigern sowie Hürden aufbauen, um die Handelsbeziehungen mit China zu erschweren. Er wollte Apple zur Fertigung in den USA zwingen und rief sogar zu einem Boykott gegen Apple auf, um das Unternehmen zur Aufgabe sicherer Verschlüsselungstechnik zu bewegen.

Apple sieht aufgrund seines Unbehagens über solche Äußerungen von einer Unterstützung der Republican National Convention im Juli ab, erfuhr die New York Times von zwei mit der Entscheidung vertrauten Informanten. Dabei gehe es nicht nur um seine Ansichten zum Handel mit China und der Datenverschlüsselung, sondern auch um seine Kommentare über Muslime und Einwanderer.

Üblicherweise unterstützen große Unternehmen die Parteitage sowohl der Demokraten als auch der Republikaner. Obwohl der Immobilienmogul und TV-Entertainer Trump in den Vorwahlen die erforderlichen Delegierten für seine Wahl zum offiziellen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gewinnen konnte, ist er selbst in seiner Partei stark umstritten und fiel zuletzt in den landesweiten Umfragen zurück. Um nicht mit Trumps Aussagen in Verbindung gebracht zu werden, sagten bereits eine Reihe von Firmen ihre Unterstützung für den Parteitag der Republikaner ab.

(Quelle: www.zdnet.de)