Mit dem neuen Chip Apple A10 hat Apple mal wieder ordentlich vorgelegt: Benchmarks zeigen, dass das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus in Sachen reiner CPU-Leistung selbst High-End-Konkurrenten wie das Samsung Galaxy Note 7 und Galaxy S7 Edge hinter sich zurück lassen.

Der Chip verfügt über zwei besonders leistungsfähige Prozessorkerne und zwei besonders stromsparende Prozessorkerne, die jeweils je nach aktueller Aufgabe zum Einsatz kommen. Die Chips in anderen High-End-Smartphones wie denen von Samsung arbeiten wiederum mit vier leistungsfähigen Kernen. Dennoch liegt der Apple A10 auch im Multi-Core-Test knapp vor diesen Konkurrenten: Im Single-Core-Test erreicht er bei Geekbench 3450 Punkte, das Galaxy S7 nur 1806 Punkte. Im Multi-Core-Test liegen die Werte bei 5630 und 5213 Punkten.

Mit diesen Werten liegen das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus aber sogar selbst vor den aktuellen Modellen des MacBook Air mit Core-i5-Prozessor. Lediglich die Varianten mit Core-i7-Chip sind schneller. Auch ein 13-Zoll-MacBook Pro mit Core-i5-Chip von Ende 2013 ist knapp leistungsschwächer als die neuen iPhones.

Ein besonders interessantes Detail: Selbst mit Apples High-End-Rechner Mac Pro von Ende 2013 mit 12-Kern-Xeon-Prozessor kann es das iPhone 7 aufnehmen. Allerdings nur im Single-Core-Test – kommen alle 12 Kerne zum Einsatz, hat der Apple A10 natürlich keine Chance. Interessant wird auch, wie viel leistungsfähiger die Tablet-Variante des Apple A10 in zukünftigen Modellen des iPad Pro sein wird. Hier ist mit einem weiteren deutlichen Leistungsschub zu rechnen.

Immer wieder kommen Gerüchte auf, denen zufolge Apple eines Tages auch MacBooks mit Apple-AX-Prozessoren, also solchen auf ARM-Basis, herstellen könnte. Damit bekäme Apple mehr Unabhängigkeit vom aktuellen Lieferanten Intel, und besonders in Sachen Leistungseffizienz wären große Vorteile möglich. Allerdings bestünden dann Kompatibilitätsprobleme mit bestehenden Mac-Apps – und seit dem „Switch“ zu Intel-Prozessoren vor über zehn Jahren dürften sich Apple-Kunden auch sehr daran gewöhnt haben, sämtliche Windows-Software auf ihrem Mac installieren zu können.

(Quelle: Giga)