Apple Watch Series 2: Wasserdicht und mit GPS
Es gibt nun einen Doppelkernprozessor, der 50 Prozent flotter rechnen soll als der Vorgänger, und dessen GPU-Performance sogar verdoppelt wurde. Apple bietet die Watch weiterhin in zwei Größen mit 38 und 42 Millimeter Display-Diagonale an. Die Helligkeit der Display-Anzeige will der Konzern aber stark gesteigert haben. Der iPhone-Hersteller nennt hierfür eine Leuchtdichte von 1000 Nits. Die Akkulaufzeit konnte Apple hingegen nicht steigern, auch die neue Uhr muss offiziell noch jede Nacht aufgeladen werden, damit eignet sie sich kaum zur Erfassung des Schlafverhaltens. Inoffiziell hält sie schon auch mal zwei Tage durch.

Wasserdicht bis 50 m
Der Lautsprecher drückt nach dem Schwimmtraining das Wasser einfach aus dem Gehäuse. Die neue Apple-Uhr ist nun wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Meter. Für viele Wassersportarten ist sie damit aber nicht geeignet, denn sie ist gemäß ISO-Standard 22810:2010 zertifiziert: Laut Apple sollte sie nur in seichtem Wasser und bei Aktivitäten eingesetzt werden, bei denen kein hoher Wasserdruck entsteht. Vom Einsatz beim Sporttauchen, Wasserskifahren oder anderen Wassersportarten mit hoher Wassergeschwindigkeit rät der iPhone-Hersteller jedoch ab. Passend dazu hat die Workout-App neue Einträge. Schwimmer erhalten nun auch eine Auswertung ihres Kalorienverbrauchs.

GPS für Läufer und zur Navigation
War die erste Apple Watch zur Streckenerfassung und für die Navigation noch auf das iPhone angewiesen, hat die Watch Series 2 dieses Manko nun nicht mehr: Apple hat einen GPS-Empfänger direkt in die Uhr integriert. Die Uhr zeichnet damit Distanz, Strecke und Geschwindigkeit bei verschiedenen Trainings im Freien auf, etwa beim Laufen, Radfahren oder Gehen. Die zurückgelegte Strecke kann man im Anschluss auf einer Karte auf dem iPhone in der Aktivitäts-App darstellen lassen. Das biete viele neue Möglichkeiten für spannende Apps.

Gehäusematerial und Armbänder
Allzu erfolgreich waren die aus Gold gefertigten Watch-Varianten wohl nicht, denn die Series-2-Uhren gibt es nicht mehr in dieser Materialausführung. Eine neue Premium-Variante bleibt erhältlich, die künftig auf weißes Keramik setzt. Das Gehäuse soll doppelt so hart sein wie Stahl. Wie gehabt bietet Apple die Watch mit Gehäusen aus Aluminium in den Farben Gold, Roségold, Silber und Space Grau in Kombination mit einem Sportarmband an. Daneben wird es auch weiterhin eine Edelstahlvariante in Silber oder Space Schwarz mit einer großen Auswahl verschiedener Armbänder geben. Neu sind Sport-Armbänder von Nike und edle Lederarmbänder in ausgefallenen Stilen von Hermes.

WatchOS 3 renoviert die Apple Watch
watchOS 3 ersetzt wenig genutzte Funktionen und beschleunigt bevorzugte Apps. Das Update ist auch für die erste Generation der Apple Watch gedacht.

Neues Dock versammelt App-Favoriten
Apple geht mit dem Dock von watchOS 3 eines der größten Probleme der Apple Watch an: Apps starten bislang häufig so langsam, dass das Display sich wieder abschaltet, bevor das Programm überhaupt bedienbar und auf aktuellem Stand ist. Die im Dock untergebrachten Apps dürfen nun im Speicher verbleiben sowie im Hintergrund Daten beziehen. Sie sind dadurch beim Öffnen sofort präsent und können aktuelle Informationen einblenden.

Das Dock übernimmt zudem die Funktion der „Checks“ respektive „Glances“ und blendet Detailinformationen der App bereits in der Übersicht ein – die Ansicht ist live, um etwa die Außentemperatur, einen laufenden Timer oder aktuelle Sportergebnisse einzusehen.

Checks und Kontakte-Wähler gestrichen
Die Checks hat Apple ebenso entfernt wie den Personenwähler, der damit verbundene Kommunikationsdienst Digital Touch fließt als eine Funktion in iMessage ein – und ist auch in iOS 10 verfügbar. An die Stelle der Checks tritt ein an iOS angelehntes Kontrollzentrum, das durch ein Wischen vom unteren Bildschirmende nach oben erscheint.

watchOS 3 bringt außerdem neue Ziffernblätter und vereinfacht den Wechsel zwischen den Uhr-Oberflächen. Die Konfiguration erfolgt wahlweise bequemer über die Watch-App auf dem iPhone. Nutzer sind nun außerdem in der Lage, ihre sportlichen Aktivitätsdaten mit anderen zu teilen – und können mit der neuen App „Atmen“ regelmäßige Atemübungen durchführen. Das lange Gedrückthalten erlaubt das Absetzen eines Notrufs – das soll länderübergreifend funktionieren.

Pokémon Go für die Apple Watch
Apple teilte außerdem mit, dass Pokémon Go auf die Apple Watch kommt. Die App zeigt unter anderem, wie lange man zum Ei-Ausbrüten noch laufen muss und zählt dies auch als Workout. Benachrichtigungen sollen Nutzer auf der Uhr über Pokémon in der Umgebung informieren. Pokémon Go für die Apple Watch erscheint angeblich noch vor dem Ende des Jahres.

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