Eine fiese Masche beschäftigt zurzeit die Kapo Obwalden: Bürger meldeten, dass sie von Personen angerufen wurden, die sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgeben und behaupten, dass sie auf dem Computer des Betroffenen Viren oder sonstige Schäden entfernen müssen. «Innerhalb von drei Wochen haben wir drei Meldungen entgegengenommen», sagt Ueli Nietlispach, Fachverantwortlicher Neue Medien bei der Kapo Obwalden. Mit grosser Wahrscheinlichkeit gebe es noch weitere Betroffene. Bereits vor einem Jahr hätten sich zudem innert kurzer Zeit einige Betroffene gemeldet.

Der finanzielle Schaden der Betroffenen ist sehr unterschiedlich. «Es beginnt bei 20 und endet bei mehreren Tausend Franken», sagt Nietlispach. Je schneller der Geschädigte reagiere, umso geringer sei die finanzielle Einbusse. Primär versuchten die Täter, an Kreditkarten- oder E-Bankingdaten zu gelangen. Eine häufige Masche: Sie würden dem Angerufenen erklären, dass der Firewall in ihrem Computer veraltet sei.
Es habe auch schon Fälle gegeben, dass eine Schadensoftware auf dem Computer installiert wurde. Ein gefundenes Fressen für die Täter. Nietlispach: «Mit dieser Software gelingt es den Computer auszuspionieren und an persönliche Daten zu gelangen.»

Die Kapo Obwalden warnt davor, unbekannte Anrufer von externer Stelle Handlungen am Computer vornehmen zu lassen. Nietlispach: «Man darf niemals auf die Forderung eines Unbekannten eingehen, irgendwelche Programme zu installieren.» Er betont, dass kein Computer-Unternehmen von sich aus Bürger anrufe, um auf ihrem Computer Handlungen vorzunehmen und mahnt, niemals Passwörter oder Kreditkartendaten weiterzugeben.

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